[Starfinder] Rassen für Spieler-Charaktere

Im Starfinder-Universum existieren viele Kreaturen, die einem Spieler zunächst gänzlich unbekannt sein dürften. Deshalb geben wir euch hier einen groben Überblick über die unbekannten in der Starfinder Society spielbaren Rassen, ihre Erscheinung und Kultur (bekanntere Rassen wie Zwerge, Halblinge und Menschen sind hier außen vor gelassen). Die folgenden Beschreibungen sind sehr kurz gefasst und sollen nur als Überblick dienen. Genauere Informationen und Spielwerte finden sich im SRD. Welche Rassen momentan frei zugänglich sind findet sich im Society Guide, oder im nächsten Absatz (Stand 10.09.2021). Zusätzlich gibt es auch immer weitere Rassen die durch verschiedene AcP (Punkte die man durch das spielen von Runden verdient) freigeschaltet werden können. Im Laufe der Zeit werden wir hier eventuell einige davon ergänzen.

Frei verfügbare Rassen

AndroidenAndroid

Als biomechanische Geschöpfe mit rein synthetischem Körper können Androiden bei korrekter Wartung und Reparatur theoretisch ewig leben. Manche heißen diese Art der Unsterblichkeit gut, während die meisten Androiden nach gut einhundert Jahren der Ansicht sind ein erfülltes Leben gelebt zu haben und sich dann der Erneuerung unterziehen. Bei diesem Prozess verlässt die Seele des Androiden den Körper, der sodann von einer neuen Seele übernommen wird. Die meisten Leute sehen dies als Anlass zur Freude, entspricht es metaphorisch doch der Geburt eines Kindes. Sie wissen, dass der erneuerte Androide eine völlig neue Person ist, welche nur denselben Körper bewohnt. Andere sind allerdings nicht immer willens diese Veränderung anzuerkennen oder Schulden und Beleidigungen der Vergangenheit zu vergeben. Androiden haben kein angeborenes Geschlecht und können ihren Körper frei modifizieren, weswegen auch viele diese Möglichkeit nutzen, um das Geschlecht zu wechseln oder sich schlicht als „geschlechtslos“ definieren.

KasathasKasatha

Kasathas sind vierarmige Humanoide mit grauer Haut, schwarzen Augen, lang-gezogenem Kopf und flacher Nase. Sie sind schlanker als Menschen und die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind fast nur für Kasathas sichtbar. Die Kasathas stammen von einem toten Wüstenplaneten und sind auf dem Weltenschiff, der Idari, in die Kernwelten gekommen, um den Planeten Akiton als neue Heimat zu erobern. Bei ihrer Ankunft griffen sie allerdings nicht an und noch heute leben viele Kasathas auf der Idari. Kasathas sind sehr traditionsbewusst und auf der ewigen Suche nach Harmonie. Sie verbergen außerdem ihren Mund vor jedem der nicht zu ihren engsten Vertrauten zählt. Ihre Kultur teilen sie nur mit sehr wenigen, da die meisten Völker ihre Auffassung der Dinge nicht verstehen würden. Dies verleiht ihnen einen mystischen Ruf. Zudem sind sie stark an die Philosophie der Sternenzyklen gebunden und die meisten Solarier entstammen dieser Rasse.

LashuntaLashuntas

Lashuntas sind ein vom Dschungelplaneten Castrovel stammendes Volk, die sich in der Pubertät in eine von zwei Unterarten entwickeln können, zu einem Damaya oder Korascha. Damayas sind hochgewachsen, intellektuell und anpassungsfähig während Koraschas kleiner, stärker und dickköpfiger sind.  Beide Arten besitzen Antennen, welche ihre telepathischen Fähigkeiten fokussieren, sowie Wirbel und hervortretende Markierungen auf ihrem Gesicht.  Während Damaya häufig zu Gelehrten oder Diplomaten werden, schlagen die meisten Korascha den Weg des Soldaten ein. Die Entwicklung ist nicht vererbbar und auch nicht Geschlechtsabhängig, sondern wird lediglich von äußeren Einflüssen bestimmt. Die Lashuntas werden meist von Frauen angeführt, die sich nach Tradition und Erziehung eher zu Damaya entwickeln. Sie streben stets nach Verbesserung entweder körperlicher oder geistiger Natur und sind vor allem für Menschen sehr attraktiv. Sie sind sehr auf den positiven Umgang mit anderen Rassen bedacht und schätzen diese für ihre jeweiligen Stärken. Lediglich Shirren stehen sie Misstrauisch gegenüber, da diese sie an ihre alten Feinde, die insektoiden Formier, erinnern.

SchirrensHIRREN

Schirren sind insektoide Humanoide mit einem Exoskelett aus Chitin, empfindlichen Antennen sowie großen Facettenaugen. Ihre Hände haben lediglich 3 Klauen und sie besitzen zusätzlich zu ihren Hauptgliedmaßen ein Paar kleinerer „Paarungsarme“, die aber nur zur Fortpflanzung oder zu rituellen Zwecken verwendet werden. Shirren besitzen immer eines von drei Geschlechtern: Männlich, Weiblich oder Wirt. Fortpflanzung erfolgt indem Mann und Frau das Kind zeugen und der Wirt es austrägt. Dadurch entstehen für gewöhnlich Partner-Unionen aus drei Schirren. Schirren waren früher ein Teil des Schwarms und damit keine eigenständigen Individuen. Erst durch eine unbekannte Mutation wurden sie vom Schwarmgedächtnis getrennt und sind seither sehr auf ihre persönliche Individualität bedacht. Ein häufiger Ausdruck dieser Freiheit ist die Wahl der Religion, was viele Schirren sehr gläubig werden lässt. Schirren sind zudem sehr sozial und weniger gewalttätig als die meisten anderen Rassen. Sie sind oft als Ärzte, Kleriker oder Techniker und versuchen anderen zu helfen. Einer der bekanntesten Schirren der Society ist wohl Zigvigix, der exzentrische Anführer der Exo-Guardians.

VeskVesken

Vesken sind etwa 2,10 m große, echsengleiche Humanoide, die sehr muskulös und mit Schuppen bedeckt sind. Zudem besitzen beide Geschlechter kleine Hörner, eine Art knöchernen Bart, Klauen und einen Schwanz. Die einfachste Art die veskischen Geschlechter zu Unterscheiden ist durch ihre Färbung: Während Männer hauptsächlich Grüntöne aufweisen, sind Frauen etwas größer und bunt gefleckt (links ist eine Frau zu sehen). Die Vesken stammen aus einem Sonnensystem mit Namen Veskarium, welches sie vollständig erobert und als ihr Imperium betrachten. Dieser Drang nach Eroberung hat auch zu ersten Kriegen mit den Paktwelten geführt, bis der Schwarm durch seinen Angriff alle Rassen zur Zusammenarbeit zwang. Der einzige Weg für Vesken sich zu beweisen ist, indem man im Kampf sein Können zeigt. Davon hängt auch der Rang innerhalb der Gesellschaft der Vesken ab. Deshalb haben sie ein starkes Gefühl für Ehre und Stolz. Ebenso verhalten sie sich gegenüber anderen Völkern eher kühl, während sie in veskischer Gesellschaft schnell Gefühlsausbrüche zeigen können. Sie tendieren zu Effizienz, respektvollem Verhalten und Gesetzestreue.

Ysoki oder „Rattenvolk“Ysoki

Die 0,90m – 1,20m großen Ysoki ähneln stark humanoiden, aufrechtgehenden Ratten, inklusive Fell, Nagezähnen, zuckenden Nasen und einem Schwanz. Männliche und weibliche Ysoki sind dabei für Außenstehende kaum zu unterscheiden. Ysokis besitzen eine sehr hohe Affinität gegenüber jeglicher Art von Technik. Das typische Heim eines Mitglieds dieser Rasse beinhaltet für gewöhnlich etliche halbfertige Projekte sowie andere wild durcheinander redende Ysoki. Ysoki verrichten oft Arbeiten (zum Beispiel auf dem Schrottplatz) die andere Rassen als unter ihrer Würde bezeichnen würden. Dies liegt daran, dass sie ihren Wert sehr hoch einschätzen und sich durch eine solche Arbeit nicht beschämen lassen. Sie sind für gewöhnlich sehr freundlich und treu gegenüber Freunden (oder Bekannten) und integrieren sich sehr schnell in fast jede Gesellschaft. Ysokis können für Außenstehende sehr nervenaufreibend sein, sind aber nie langweilig.

SkittermanderSkittermander

Vorab: Dieses Volk gehört inzwischen zu den Standardrassen und darf in der Society von jedem  gespielt werden.
Obwohl Skittermander als Säugetiere gelten, beginnen sie ihr Leben in einer Art Larvenstadium mit einem zusätzlichen Mund auf dem Bauch. Durch ihren zusätzlichen Mund und dessen betäubendem Speichel können sie sich an größeren Tieren festbeißen und sich von diesen ernähren ohne das diese etwas spüren. Nach etwa 6 Jahren bildet sich dieser Mund zurück und der Skittermander beginnt aufrecht zu gehen. Dann gilt er aus ausgewachsen. Ausgewachsene Skittermander sind etwa 90 cm groß, besitzen 6 Arme und dichtes Fell. Während die Art des Fells durch das Klima ihrer Heimat beeinflusst wird, ist die Fellfarbe absolut zufällig aber stets leuchtend bunt. Skittermander schätzen Teamarbeit sehr und wählen sich den Begabtesten auf dem Gebiet ihres derzeitigen Projekts als Anführer. Nachdem die momentane Aufgabe jedoch erfüllt ist wird auch der Anführer abgesetzt. Sie halten nichts von einer bleibenden Regierung. Skittermander versuchen stets anderen zu Helfen, selbst wenn die andere Person nicht darum bittet und diese Hilfe auch nicht will. Sollten sie zum Beispiel eine Mission erfüllt haben kann es sein, dass sie nie Bericht erstatten, da sie auf dem Rückweg noch jemandem helfen wollten. Von anderen Rassen werden sie oft als manisch fröhlich bezeichnet, so ähnlich wie Goblins, nur ohne deren angeborene Bosheit.

Morlamaws

MorlamawVorab: Dieses Volk gehört nicht zu den Standardrassen und darf in der Society auch nur mit einem speziellen Boon gespielt werden.
Morlamaws stammen vom kleinen Planeten Arniselle in der Weite, der bis auf einige eisige Inseln vollständig von Ozeanen bedeckt ist. Morlamaws erinnern äußerlich an Walrösser und sind mit ihren über 3 Metern Länge und 1 bis 1,5 Tonnen Gewicht einschüchternde Erscheinungen, obwohl sie für gewöhnlich recht friedlebend sind. Sie können sowohl an Land als auch im Wasser atmen und sich problemlos fortbewegen. Trotzdem bevorzugen sie die Meere und kommen für gewöhnlich nur selten an die Oberfläche. Die Seitenflossen der Morlamaws sind sehr gelenkig und in der Lage Ausrüstung zu greifen und beispielsweise Waffen oder andere Gegenstände zu verwenden. Sie besitzen zudem 4 Stoßzähne die sie häufig mit eingravierten Mustern mit persönlicher Bedeutung verzieren. Ähnlich wie bei Skittermandern wird ihre leuchtende Färbung, die sich irgendwo im Spektrum zwischen lila und grün bewegen kann, nicht vererbt. Auf Arniselle leben Morlamaws in knapp ein dutzend Städten nahe von Seegräben, da diese einfacher gegen Raubtiere aus den weitläufigen Ozeanen zu verteidigen sind. Die Größe dieser Siedlungen kann dabei die Ausmaße von Stadtstaaten erreichen. Die Reise zwischen den Städten ist sehr gefährlich und wird nur von den Wagemutigsten unternommen. Für gefährliche Verbrechen werden die Straftäter aus den Städten verbannt, was allermeistens ein Todesurteil ist. Morlamaws ernähren sich rein von Fleisch und bringen deshalb große Jäger hervor, doch auch Magie ist innerhalb der Rasse weit verbreitet. So kennen sich selbst Nicht-Magiekundige mit mystischen Themen aus. Zudem sind Morlamaws oft sehr gläubig und verehren eine der Stadtgottheiten, die jede Grabenstadt besitzt. Wie das gesamte Leben der Morlamaws folgen die Predigten einer strikten Ordnung. Diese Ordnung findet sich in vielen Gebieten der Morlamaw-Kultur wieder und basiert wohl darauf, dass Morlamaws gerne einem Anführer folgen. Die Starfinder Society und andere Organisationen haben erst vor kurzem Kontakt zu den Morlamaws hergestellt. Zuvor war die Rasse noch gänzlich unbekannt. Inzwischen haben Morlamaws unter anderen Rassen größtenteils den Ruf freundlich, unschuldig, gutmütig und etwas leichtgläubig zu sein.

uplifted-bearErhobene Bären (Uplifted Bears)

Vorab: Dieses Volk gehört nicht zu den Standardrassen und darf in der Society auch nur mit einem speziellen Boon gespielt werden.
Erhobene Tiere sind Wesen, die so modifiziert wurden, dass sie Selbsterkenntnis erlangt haben. Zudem wurden häufig physische Optimierungen an ihnen durchgeführt. Die wohl verbreitetste Art sind Erhobene Bären. Diese haben weiterhin die Statur von normalen Bären, verfügen aber zusätzlich über gelenkige Hände mit opponierbaren Daumen, Krallen, die moderne Rüstungen durchdringen können, und die Möglichkeit sich aufrecht fortzubewegen. Zudem verfügen sie über angeborene Telepathie, da ihre Stimmbänder eher schlecht zum Sprechen geeignet sind. Diese Veränderungen sind alle genetisch und werden stets zur nächsten Generation weitervererbt. Erhobene Bären sind besonders in der Wissenschaft sehr erfolgreich und fühlen sich häufig in der Natur wohler als auf einem Raumschiff. Dies trifft jedoch nicht alle ihrer Art zu, genauso wenig wie das weitverbreitete Gerücht, sie seien generell aggressiver als andere Rassen, was manche von den Erhobenen Bären zu ihrem Vorteil nutzen, genau wie es bei allen anderen Rassen und deren Vorteilen auch üblich ist. Eine große Angst der Erhobenen Bären ist die Rückkehr ihres Schöpfers, der daraufhin ihre Existenz für sich einfordert. Da diese Angst ähnlich zu der der Reassimilierung der Schirren ist, verstehen sich diese Völker meist sehr gut. Die Erhobenen Bären haben keinen direkten Heimatplaneten, sie haben aber vor Kurzem eine Welt mit gigantischen und großen Bäumen gefunden, die nun viele von ihnen als ihre Heimat bezeichnen.

KhizarKhizar

Vorab: Dieses Volk gehört nicht zu den Standardrassen und darf in der Society auch nur mit einem speziellen Boon gespielt werden.
Khizare sind pflanzenähnliche Humanoide welche in Harmonie mit ihrem natürlichen Umfeld leben und häufig danach streben die Wildnis zu behüten. Trotz diesem Streitpunkt mit anderen Spezies strebt dieses Volk danach die Wege von anderen Spezies zu begreifen. Khizare haben einen typisch humanoiden Körperbau mit 2 Armen, Beinen und einem Kopf.  Zusätzlich besitzen sie jedoch häufig rudimentäre Ranken auf ihrem Rücken. Ihre Haut besteht aus einem grün-braunen Zellulose ähnlichen Material, ihr Skelett besteht aus hydrostatischen Strukturen und sollten sie verletzt werden bluten sie eine Harz-ähnliche Substanz. Ihre Arme enden in Wurzelartigen Fortsätzen, die zwar generell zur Manipulation von Gegenständen in der Lage sind aber nicht an das Geschick von Fingern heranreichen. Der Kopf der Khizare verleiht ihnen zudem den Spitznamen „Laternenvolk“, denn dieser besteht aus einer Filigranen, papierähnlichen, durchscheinenden Samenkapsel welche fluoreszierende Samen enthält. Diese leuchten je nach Stimmung des Khizars in verschiedenen Farben und können so häufig dazu verwendet werden deren Stimmung abzulesen. Essen nehmen Khizare über ihre „Wurzeln“ auf, sie haben keine Münder und schmecken stattdessen mit den Wurzelfingern. Unter den Khizaren gibt es keine separaten Völker oder Geschlechter und außer im Kampf um Nahrung hat sich diese Spezies kaum selbst bekämpft. Viele Khizare sind inzwischen den Xenowächtern beigetreten um für den Erhalt von fragilen Ökosystemen zu kämpfen. Und gerade weil sie sich so sehr von anderen Humanoiden unterscheiden, beurteilen sie Fremde meist nach ihren Taten und nicht nach ihrer Erscheinung.