[2ndE] Fraktionen

Auch nach etlichen Jahren ist die Pathfinder Society noch immer eine Gruppe welche auf ganz Golarion agiert. Noch immer gilt der Grundsatz: Unbekanntes erforschen, Mysterien aufklären und aufzeichnen und mit anderen Pathfinder zusammen arbeiten. Doch eine solch gigantische Organisation beinhaltet die verschiedensten Individuen, die auch ihre eigenen Ziele verfolgen. Um diesen Zielen gerecht zu werden haben sich verschiedene Fraktionen innerhalb der Pathfinder Society gebildet. Die Fraktionen sind dabei in größere, auf Dauer bestehende Fraktionen (Major Factions) und kleinere Fraktionen, mit kurzfristiger erreichbaren Zielen (Minor Factions) unterteilt. Während die Major Factions vermutlich so lange existieren werden wie die Society selbst, werden die Minor Factions jedes Jahr ihren Sitz an eine neue Gruppierung übergeben.

In der neuen Pathfinder Society ist die Mitgliedschaft in einer Fraktion nicht bindend. Allerdings kostet die Mitgliedschaft in jeder Fraktion außer der ersten vier Fame (eine Währung, die durch gespielte Society Missionen verdient wird). Repräsentiert wird die Mitgliedschaft durch den Faction-Boon, der zu Beginn jeder Mission vom Spieler eingesetzt werden kann (um so zu entscheiden welche eine Fraktion er gerade vertreten möchte). Für all jene, die den Begriff „Boon“ nicht kennen: dies sind im Allgemeinen kleinere Boni für euren Charakter. Durch diese Repräsentation einer Fraktion bekommt man innerhalb dieser Fraktion einen besseren Ruf (Reputation). Wenn man genug Reputation innerhalb einer Fraktion angesammelt hat erhält man Zugang zu speziellen Boons, die mit Fame gekauft werden können. Falls euch interessiert welche Boni genau das sind könnt ihr das hier nachlesen (es sind zu viele um sie hier zu listen).

Aber nun zu den eigentlichen Fraktionen. Momentan sind vier Major Factions und zwei Minor Factions in der Society vertreten, alle mit speziellen Zielen und teils sehr individuellen Anführern:

Major Factions:

  • Envoys‘ Alliance („Gemeinsam stark“)
  • Grand Archive („Die Vergangenheit aufzeichnen“)
  • Horizon Hunters („Ruhm liegt hinter dem Horizont“)
  • Vigilant Seal („Beschützen, Eindämmen, Zerstören“)

Minor Factions:

  • Radiant Oath („Ein Licht im Schatten“)
  • Verdant Wheel („Die Wahrheit erhebt sich aus der Asche“)

Envoys‘ Alliance

Als Agent der Society lebt man gefährlich; immer auf bedrohlichen Reisen, überall Fallen, und fast alles versucht einen zu fressen. Und nachdem sich die Society nun seit fast einem Jahrzehnt durchgängig in immer größeren Konflikten befand, die zu gewinnen mit ebenso großen Belohnungen einher ging wie auch mit dem Verlust vieler Agenten, sind die Reihen der Society nun schwerst dezimiert. Die Fraktion Envoys‘ Alliance möchte dies wieder ändern, und will die Society wieder stärker, besser ausgebildet und mit mehr Unterstützung aufleben lassen.

Motto: Strength in Community (Gemeinsam stark)

Anführerin: Fola Baruns (Halb-Elfe) begegnete der Pathfinder Society erstmals in ihrer Position als Gesandte der Ekujae-Elfen-Gemeinde des Mwangi-Beckens, und sie wurde später als Ehrenmitglied in die Society aufgenommen. Sie zeichnete sich schnell als aufmerksame Anführerin aus, deren ausgeglichene, professionelle Heransgehensweis an Probleme nicht nur das Verständnis und Wissen der Society über den großen Vanji-Fluss mehrte, sondern auch dabei half die kriminellen Machenschaften des Aspis Consortiums entlang des Flusses zu zerschlagen. Da sie nie in der Großen Loge trainiert oder das übliche Wissen der Society vermittelt bekommen hatte, dass die Society ihren neuen Rekruten beibringt, war sie entsetzt als sie das erste Mal in Absalom von den vielen Fällen der Vernachlässigung im letzten Jahrhundert hörte. Barun sorgte für eine neue Vorgehensweise bei der Rekrutierung und der Unterstützung von Agenten während Mission, weshalb sie oft mit den Leitern der drei Schulen der Pathfinder Society zusammen arbeitet (und ab und zu auch mit ihnen streitet).

Ziele: Die Envoys‘ Alliance kümmert sich um die Rekrutierung neuer Agenten, die Rettung von Pathfindern in Not, und die Umstrukturierung der Society, damit diese das Leben und Wohlbefinden ihrer Agenten schätzen und schützen kann – zumindest so weit dies in der Welt der Abenteurer möglich ist. Durch Zusammenarbeit kann die Society immer größere Leistungen vollbringen – vor allem mit einer mächtigen Fraktion, die sich für die Pathfinder selbst einsetzt, wenn diese mit den neusten Projekten der Großen Loge betraut werden.

Grand Archive

Archäologie ist eine zerstörerische Wissenschaft, und oftmals sind Abenteurer zerstörerischer als die meisten Anderen. Wenn die Society ihren Auftrag die Vergangenheit zu studieren und zu bewahren aufrechterhalten will, dann sind Dokumentation und akademische Genauigkeit der Schlüssel dazu. Mitglieder des Grand Archive beschränken sich dabei jedoch nicht nur auf die Bibliotheken Absaloms; diese mutigen Kundschafter reisen zu den spannendsten Stätten, um die Vergangenheit persönlich aufzuzeichnen und diese Geschichten mit der Welt zu teilen.

Motto: Chronicling the Past (Die Vergangenheit aufzeichnen)

Anführer: Gorm Greathammer (Zwerg), der Dritte in der Thronfolge für den Thron der Himmelszitadelle Kraggodan, war schon immer eine Abenteurer, und ist schon seit Jahrzehnten in der Society. Dort ist er für seine Entdeckungen und Chroniken bekannt. Regelmäßig kehrte er Heim, trotzte dort der Invasion der Ironfang, und leitete die Friedensverhandlungen mit Molthune. Nun ist er aber der Leiter des Großen Archivs, um dort die Wissenschaftlichkeit und das Lösen von jahrhundertealten Mysterien zu fördern. Er ist mutig, ausgelassen und immer bereit sich zusammen mit seinen Agenten die Hände schmutzig zu machen.

Ziele: Das Grand Archive fördert die Ausbildung der Agenten, die Wiedergewinnung uralten Wissens und das Meistern geheimer Weisheiten. Unter Gorm Greathammer wird auch das Reisen befürwortet, damit Agenten die Geschichte selbst erleben, ihre eigenen Schlüsse ziehen, und dafür sorgen können, dass alle Relikte die Sorgfalt und Kuration erfahren, die sie verdienen. Nach Jahren der Vernachlässigung und vielen Angriffen sind die geschriebenen Aufzeichnungen der Großen Loge nur noch ein zerfledderter Schatten ihres früheren Selbst, und das Grand Archive hat sich dem wiederaufbau der Bibliotheken der Society verschrieben, indem seine Agenten Ersatz für die Texte und verlorenen Dokumente aus der ganzen Welt zusammen tragen.

Horizon Hunters

Schon seit den ersten Tagen der Society, als Abenteurer sich in Absalom zusammen fanden um bei Speis und Trank Geschichten auszutauschen, war die Society eine Organisation von Entdeckern. Die Horizon Hunters sind das Zuhause von all jenen, die die stolze Tradition aufrecht erhalten wollen, die höchsten Gipfel zu erklimmen, in die dunkelsten Tiefen hinab zu steigen, und sich immer zu fragen, was hinter dem nächsten Hügel liegt. So schön es auch sein mag eine verlorene Ruine oder einen bis jetzt unbekannten Ausblick zu entdecken, ist es doch immer besser wilde Geschichten über diese Erfahrungen zu erzählen und die Bewunderung seiner Kollegen zu genießen – vor allem, wenn die Taten eines Agenten sogar in den Pathfinder Chroniken, den weit verbreiteten Aufzeichnungen der größten Errungenschaften und Entdeckungen der Kundschafter, verewigt werden könnten.

Motto: Glory Lies Over the Horizon (Ruhm liegt hinter dem Horizont)

Anführerin: Calisro Benarry, die Halb-Orkische Kapitänin stammt aus den Sodden Lands, und hat sich ihren Namen als VC der Arkadischen Seemanns-Loge, an Bord eines Schiffes namens Grinsende Pixie, gemacht. Bis dato wurde das Kommando über diese Loge alle paar Jahre weiter gereicht, bis Calisro – entgegen dieser Tradition – ein ganzes Jahrzehnt das Kommando behielt. Von dort betreute sie die Erkundung der gefürchteten Trauerspitzen, und reiste sehr weit, bevor sie vor Kurzem den Befehl bekam, das Schiff wieder abzugeben. Für sie ist das allerdings kein Grund sich niederzulassen, und sie steckte ihre Energie stattdessen in die Inspiration zu mehr Neugier, Beharrlichkeit und Reiselust in der Society als Ganzes, indem sie die Horizon Hunters-Fraktion gründete.

Ziele: Je unberührter, fremdartiger und unbekannter ein Ort oder ein Schatz ist, desto berauschender ist es in zu erreichen. Die Horizon Hunter fördern die Erkundung um der Erkundung willen, doch sie kümmern sich auch im den Ruf ihrer Mitglieder – ob es sich um die Veröffentlichung in den Pathfinder Chroniken oder das neuste Seemannsgarn in den Tavernen handelt. Klassische Ziele sind z.B. mystische, verlorene Städte zu finden, den Weg durch unerforschtes Gebiet zu bahnen, und weisgesagte Gefilde zu erreichen. Und wenn die Pathfinder dabei gut aussehen, dann ist das umso besser.

Vigilant Seal

Runen-versiegelte Türen, begrabene Tempel, gesicherte Gewölbe und uralte Burgen… das sind für Entdecker mitunter die verlockendsten Stätten, doch allzu oft wurden diese Ruinen aus gutem Grund verlassen: ihr Inhalt war zu gefährlich, um ihn offen zugänglich zu lassen, doch zu robust, um ihn einfach zerstören zu können. Die Pathfinder Society hat eine lange Vorgeschichte was die Befreiung von vergessenen Schrecken während ihrem Streben nach Ruhm und Wissen angeht. Doch für jede böse Kreatur, die während den Erkundungen von zugewucherten Schreinen versehentlich frei gelassen wurde, haben die Pathfinder auch ein Schlafendes Übel gefunden und besiegt, dass sonst irgendwann ganz unerwartet erwacht wäre und die Welt geplagt hätte. Wenn man die Mitglieder des Vigilant Seal fragt, dann muss sich diese Tradition der rücksichtslosen Unachtsamkeit ändern.

Motto: Protect, Contain, Destroy (Beschützen, Eindämmen, Zerstören)

Anführer: Als einer der berühmtesten Pathfinder des letzten Jahrzehnts ist Eando Kline bekannt dafür Varisia erkundet, Belkzen infiltriert und die in die Tiefen der Düsterlande hinabgestiegen zu sein, um dort eine verlorene Stadt der Schlangenmenschen zu entdecken. In dem Wissen, dass die öffentliche Aufmerksamkeit die Erkundung der Stadt und damit die bösartigen Schlangenmenschen zum Angriff auf die Oberfläche anregen würde, kehrte Kline noch vor seinem Rivalen Arnois Belzig zur Großen Loge zurück, um dem Decemvirat dringend zu raten ihrer beider Entdeckung nicht zu publizieren. Das Decemvirat schenkte seinen Bedenken keine Beachtung, und voller Abscheu kehrte Eando Kline der Society den Rücken. Im letzten Jahrzehnt leitete er seine eigenen Expeditionen, immer mit dem Ziel verantwortungsvoller mit seinen Entdeckungen umzugehen als die Society. Doch mit den Nachrichten von Veränderungen im Decemvirat und dem Aufstieg von respektierten Kollegen in wichtige Positionen kehrte Eando Kline letztendlich zur Society zurück, und nahm unter der Bedingung seinen alten Wayfinder wieder an, dass er die Reformation der Organisation leiten dürfe.

Ziele: Genau wie die Pathfinder Society „Erkunden, Berichten und Kooperieren“ vorgibt, so erwartet das Vigilant Seal von seinen Agenten, dass sie „Beschützen, Eindämmen und Zerstören“. Gefährliche Artefakte sind oftmals tief in der Großen Loge oder anderen sicheren Orten besser aufbewahrt als an Orten, wo sie vielleicht jemandem schaden könnten. Dort wo schlafendes Böses angekettet liegt wird von den Agenten erwartet, dass sie sicher gehen, dass jedes Glied der Kette standhält. Und da, wo diese Ziele nicht erreichbar sind, müssen die Agenten bereit sein die Bedrohungen zu neutralisieren. Das Vigilant Seal ermutigt seine Mitglieder sich genug ausbilden zu lassen, um Gefahren identifizieren und verstehen zu können, und Eando Kline glaubt dass jeder einzelne Pathfinder diese Gefahren nach eigenem Ermessen einstufen und wissen muss, wann es Zeit ist einzuschreiten.

Radiant Oath

Die Leitlinien der Society an sich beinhalten keine altruistische oder heroische Rollen, oder verlangen gar Opfer von ihren Agenten, und dennoch sind Pathfinder vielerorts dafür bekannt, sich dem Bösen entgegen zu stellen, eine Helfende Hand zu reichen und ihre Organisation als aufrechte Leute zu vertreten. Für Mitglieder des Radiant Oath reicht dieses Wohlwollen weiter als nur bis zur ersten Hilfestellung. Stattdessen sieht die Fraktion die große Reichweite der Society als ausgezeichnetes Mittel um anderen auf der ganzen Welt zu helfen. Diejenigen, die dem Radiant Oath beitreten, leisten einen einfachen Schwur anderen zu helfen, und vertiefen dieses Versprechen je mehr sie ihrer Fraktion dienen.

Motto: A Light in the Shadows (Ein Licht im Schatten)

Anführerin: Als jemand, dem Gefahren nichts fremdes ist, machte sich Valais Durant (Aasimarin) auf nach Numeria, nachdem sie sich ihren Wayfinder verdient und sich einen Namen in verschiedenen Undercover-Missionen in Ustalav und Numeria gemacht hatte. Als die Society Agenten benötigte, um die vermuteten Missetaten der VCs Thurl zu untersuchen, meldete sie sich freiwillig, und nutzte ihre erfahrenen Sinne dazu seine Verbrechen aufzudecken. Unglücklicherweise wurde sie Opfer seiner Wächter und seiner Magie, und wurde letztendlich in ein Amalgam aus Dämonenfleisch transformiert. Sie kämpfte lang genug gegen den abyssischen Einfluss ihrer neuen Gestalt an, um zur Society zurück zu kehren und dort ihren ursprünglichen Körper wieder herzustellen. Ihre Reise führte sie sogar bis in den Himmel, wo sie zusammen mit anderen Pathfindern ein Ritual entdeckte, welches die dämonische Verunreinigung sicher aus ihr entfernen konnte. Das Ritual funktionierte besser als sie je erwartet hatte: statt ihren menschlichen Körper wieder herzustellen, verlieh der Himmel ihr eine celestische Gestalt.
Sie muss sich zwar immer noch an ihren neuen Körper und ihre himmlische Verbindung gewöhnen, doch Valais ist fest entschlossen anderen so zu helfen, wie die Society ihr geholfen hat. Anstatt ihren Geist zu zerstören hat ihr enger Kontakt mit dunklen Ritualen und dämonischen Einflüsterungen ihr gezeigt was auf dem Spiel steht, wenn das Böse sich durchsetzt, und diese Erkenntnis gab ihr die Kraft sowohl Dämonen zu besiegen als auch Schwächeren zu helfen. Ihre übernatürlichen Kräfte machen sie auch nicht blind für ihre eigene Voreingenommenheit: Valais weiß, dass ihre eigene Ansicht von Gerechtigkeit und Wohltätigkeit nur eine von vielen auf der Welt ist. Deshalb rekrutiert sie Mitglieder vieler verschiedener Herkünfte, die das Gute auf ihre eigene Weise verbreiten, und gleichzeitig die Schwächen und Werte fremder Kulturen respektieren.

Ziele: Anders als sein geistiger Vorgänger, der Silver Crusade, der sich mit aller Gewalt gegen die wichtigsten aller Bedrohungen und Bösewichte stellte, legt der Radiant Oath großen Wert auf Herzlichkeit, Mitgefühl und Wiedergutmachung. Wenn jedoch schreckliches Böses die Welt bedroht, dann sind die Mitglieder des Radiant Oath bereit zu kämpfen. Indem seine Mitglieder beständig das Gute fördern und den Ruf der Fraktion aufbauen, strebt der Radiant Oath nach größerem Einfluss innerhalb der Society, um so die Resourcen der Society für gerechte Zwecke einsetzen zu können.

Verdant Wheel

Egal wie viele grüne Dschungel, Gras-Ebenen und ungezämte Hügel die Agenten auch auskundschaften, die Pathfinder Society ist nicht unbedingt eine umwelt-orientierte Organisation. Dennoch zieht es viele Natur-Enthusiasten aller Art – von grauhaarigen Fährtenlesern, über Ökologen mit strahlenden Augen, bis hin zu zähen Druiden – zur Society, damit sie die Gelegenheit erhalten, die Wunder der Natur zu erleben, neue Spezies zu katalogisieren und die unberührten Gegenden der Welt beschützen zu können. Nachfrage nach einer gemeinsamen Stimme, die diese Interessen vertritt, wurde immer lauter in den letzten Jahren, und die Evolution der Pathfinder Society bietet eine perfekte Gelegenheit dieser Stimme einen Namen zu geben: Verdant Wheel. Diese Fraktion hat eine besondere Vorliebe dafür Muster und Zyklen zu bemerken, wie zum Beispiel den der Erschaffung und der Zerstörung, wie dargestellt durch neue Sprösslinge auf einem niedergebrannten Feld, aber diejenigen, die das erhalten möchten was schon existiert, sind auch willkommen hier.

Motto: Thruth Sprouts from the Ashes (Die Wahheit erhebt sich aus der Asche)

Anführer: Niemand ist sich ganz sicher wo Urwal, ein Echsenmensch, herkam, obwohl ein Pathfinder zugab ihn vor einigen Jahren in Varisia getroffen zu haben als Urwal ihn dringlich auf irreführende Informationen in einem der Pathfinder Chronicles hinwies. Nervös sagte der Agent Urwal, dass, wenn er so verärgert wäre, er die Große Loge besuchen und eine Beschwerde einreichen sollte. 4718 A.R. betrat Kreighton Shaine, der Meister der Schriftrollen, sein Büro und fand einen wartenden Urwal vor, zusammen mit fünf stark editierten Bänden der Pathfinder Chronicle, einem Stapel an Informationen, die seine Korrekturen belegen, und einem finsteren Blick der Enttäuschung. „Die hier sind voller Fehler. Ich bezweifle, dass eure Agenten überhaupt zu diesen Orten gereist sind. Ich werde mehr herbringen; die Sterne sagen es voraus“, verkündete der Echsenmann bevor er die Wand hoch und aus dem Fenster kletterte.
Nachdem man Urwal dabei vorfand, wie er vernachlässigte entomologische Sammlungen neu ordnete, die Aushänge zu einer Sammlung von Artefakten aus dem Mwangi-Becken korrigierte, und Sternenkarten auf einen Gehweg der großen Loge malte – alles hilfreich, doch eher kryptisch erklärt – beschlossen die Vorsitzenden der drei Schulen der Society, dass es klüger wäre das Wissen und die gutartige Infiltration anzuerkennen und ihm eine Ehrenmitgliedschaft zu gewähren (die der Echsenmann bis jetzt noch nicht offiziell angenommen hat). Dass er in der Zwischenzeit eine Gruppe von Natur-Enthusiasten in Form des Verdant Wheel organisiert hat, verwirrt die Anführer der Society, vor allem da immer noch niemand heraus finden konnte, woher Urwal eigentlich stammt (nicht einmal die Agenten des Verdant Wheel, die noch geöffnete Wetten über seinen Herkunftsort am Laufen haben). Doch trotz aller seiner exzentrischen Anwandlungen ist er ein mitfühlender Mentor, der seine Kollegen ermutigt die größten Wunder und die bescheidensten Schätze der Natur aufzusuchen, sie zu verstehen, und sie so zu schützen, wie einjeder Agent es für das Beste hält.

Ziele: Das Verdant Wheel hat keine alleinstehende Vision davon, was es bedeutet die Natur zu schützen, und überlässt es der Interpretation jedes Einzelnen und den einzigartigen Umständen jeder Region, den besten Weg dafür zu finden. Seine Agenten reisen fern und weit, um Seltsames und noch Unberührtes zu studieren, und nicht selten kommen sie auf ihren Reisen in Konflikt mit Untoten, Dämonen und Abberrationen. Hauptsächlich ist diese Fraktion ein Zuhause für die, die in der Pracht der Natur in ihrer ganzen Vielfalt aufgehen – und mitunter sogar in fremden Landschaften außerhalb Golarions.